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Daniel Fridman übernimmt Führung

Nach der siebten Runde gibt es wieder einen alleinigen Tabellenführer beim GRENKE Chess Open. Daniel Fridman (Foto) siegte gegen Jorden van Foreest und da kein anderer Spieler an den vorderen Brettern seine Partie siegreich gestalten konnte, geht der deutsche Nationalspieler mit einem halben Punkt Vorsprung in den letzten Tag. Nach Matthias Blübaum (2016) und Vincent Keymer (2018) könnte wieder ein Deutscher das größte offene Turnier Europas gewinnen und sich für die GRENKE Chess Classic 2020 qualifizieren.

Für Daniel Fridman lief der Ostersonntag mit zwei Siegen perfekt. Nach seinem vollen Punkt am Vormittag gegen Antonios Pavlidis schlug er am Nachmittag den holländischen Nachwuchsstar Jorden van Foreest. Dabei profitierte er aber von einem Einsteller seines Gegners. Im 26. Zug zog van Foreest seinen Turm übereilt auf ein falsches Feld und gab zwei Züge später auf.

Zu diesem Zeitpunkt waren schon einige Partien an den vorderen Brettern beendet. So war Anton Korobov überhaupt nicht zufrieden mit dem Eröffnungsverlauf und bot entgegen seiner sonstigen Gewohnheit ein schnelles Remis an, das Andreas Heimann gegen den Favoriten dankend annahm. Sehr schnell einigten sich auch Maksim Chigaev und Aleksey Goganov remis. Immerhin kämpften Alexey Sarana und Samwel Ter-Sahakyan an Brett zwei über die volle Distanz, aber am Ende sprang auch hier die Punkteteilung heraus.

Hinter Fridman liegen 13 Spieler mit 6,0 Punkten auf Lauerstellung und können am Schlusstag im Rennen um den Turniersieg eingreifen. Zu Ihnen gehören mit Matthias Blübaum - kann er seinen Erfolg von 2016 wiederholen? - Andreas Heimann und Alexander Donchenko drei junge deutsche Spieler. Apropos jung...mit Gukesh D (Foto unten) hat der derzeit jüngste Großmeister mit 13 Jahren auch 6,0 Punkte und spielt in der achten Runde gegen Blübaum.


Letztes Jahr gewann ein 13-jähriger Spieler das Open, wiederholt sich die Geschichte?

Bei den Frauen hat Yuliya Shvayger mit 5,0 Punkten wieder die Führung übernommen. Auf die gleiche Punktzahl, aber schlechtere Zweitwertung kommt Inna Agrest, die den internatioalen Meister Jonathan Carlstedt bezwang. Hinter diesen Beiden folgen sieben Spielerinnen mit 4,5 Punkten, die am letzten Tag im Rennen um die ersten Preise eingreifen können.


Inna Agrest kämpft in den zwei letzten Runden um einen Damenpreis

Das Rennen um den ersten Preis bei den Sernioren ist völlig offen. Ventzislav Inkiov verlor gegen Großmeister Marin Bosiocic und firmiert weiter bei 4,5 Punkten. Diese Niederlage gab zahlreichen Akteuren die Chance, auf den bulgarischen Großmeister aufzuschließen, doch mit Anatoly Donchenko und Karl-Ernst Bluebaum, beide die Väter ihrer bekannten, starken Youngster, machten nur zwei davon Gebrauch.


Anatoly Donchenko

Die Paarungen der achten Runde, die am Ostermontag um 9 Uhr beginnt, lauten wie folgt:

1 8 Fridman, Daniel 7 Sarana, Alexey   -  
2 30 Goganov, Aleksey 3 Korobov, Anton   -  
3 12 Heimann, Andreas 31 Lopez Martinez, Josep Manuel   -  
4 36 Neiksans, Arturs 15 Tabatabaei, M.amin   -  
5 42 Gukesh D 17 Bluebaum, Matthias   -  
6 20 Ter-Sahakyan, Samvel 60 Beerdsen, Thomas   -  
7 28 Donchenko, Alexander 77 Garriga Cazorla, Pere   -  
8 40 Pavlidis, Antonios 1 Bacrot, Etienne   -  
9 5 Kuzubov, Yuriy 45 Dann, Matthias   -  
10 47 Basso, Pier Luigi 6 Chigaev, Maksim   -  

Das Videoteam des GRENKE Chess Open dreht täglich zahlreiche Videos. Die Interviews und Impressionen zum Geschehen in Karlsruhe können Sie im YouTube-Kanal GRENKE Chess sichten. 


Text und Fotos: Georgios Souleidis