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Vierstellige Anmeldezahl – das grenke Schachfestival nimmt Fahrt auf

Wenn sich im Frühjahr Tausende Schachfans in einer Halle versammeln und Weltstars nur wenige Meter entfernt von ambitionierten Vereinsspielern sitzen, dann ist wieder grenke Schachfestival.

Die Schwarzwaldhalle Karlsruhe ist ein Ort, an dem Spitzenschach, Breite und Begegnung zusammenkommen – international geprägt und in dieser Größenordnung außergewöhnlich.


Zwei Turniere, ein Festival

Das grenke Schachfestival vereint auch in diesem Jahr wieder zwei Wettbewerbe unter einem Dach:

Beide Turniere sind offen ausgeschrieben und werden im selben Turnierraum ausgetragen. Dabei wird das Teilnehmerfeld jeweils in die drei Kategorien A, B und C aufgeteilt. Die Besonderheit liegt dabei in der Kombination aus internationaler Weltspitze, hoher sportlicher Bedeutung und der schieren Größe des Teilnehmerfeldes

„Karlsruhe steht seit Jahren für offenes Schach in außergewöhnlicher Größe“, sagt Sven Noppes, Turnierdirektor des grenke Schachfestivals. 


Freestyle Chess mit Weltmeisterschaftsbezug

Eine besondere Rolle spielt in diesem Jahr das grenke Freestyle Chess Open. Es ist das erste offene Turnier, das Qualifikationsplätze für die FIDE-Freestyle-Weltmeisterschaft vergibt. Freestyle Chess ist damit einen Schritt weiter als im letzten Jahr: Vom Experiment hin zu einem Qualifikationsweg für eine offizielle Weltmeisterschaft. 

Auch aus Sicht von Freestyle Chess ist Karlsruhe dafür ein idealer Standort. „Dass dieser Schritt hier möglich ist, liegt an der besonderen Struktur des Festivals“, sagt Jan Henric Buettner, CEO von Freestyle Chess. „Karlsruhe bringt Breite, Spitze und sportliche Konsequenz an einem Ort zusammen.“


Weltstars, deutsche Spitze und eine Schachlegende

Das Teilnehmerfeld unterstreicht den Stellenwert des Festivals. Bereits angemeldet sind unter anderem:

  • Magnus Carlsen

  • Vincent Keymer

  • Levon Aronian

  • Hans Niemann

  • die Schachlegende Artur Jussupow

Besonders stark vertreten ist auch die deutsche Frauenspitze. Mit Elisabeth Pähtz, Dinara WagnerLara Schulze und Jana Schneider sind die führenden Spielerinnen des Landes geschlossen am Start.


Attraktiver Preisfonds, klarer sportlicher Anreiz

Auch finanziell ist das grenke Schachfestival wieder attraktiv. 

  • 70.000 Euro Preisfonds im grenke Chess Open

  • 215.000 Euro Preisfonds im grenke Freestyle Chess Open


Wenn Spitzenschach plötzlich sehr menschlich wird

Was das grenke Schachfestival zusätzlich auszeichnet, sind die Geschichten abseits der Bretter. Immer wieder entstehen Momente, die zeigen, wie nahbar selbst absolute Weltklasse hier wird.

Im vergangenen Jahr sorgte ein Selfie für Schmunzeln in der Schachwelt: Étienne Bacrot, einst der jüngste Großmeister der Welt und selbst seit Jahrzehnten Teil der erweiterten Weltspitze, posierte lachend mit Magnus Carlsen – ein Bild, das man eher von Fans als von einem Spieler seiner Klasse erwarten würde. 

Und auch große Emotionen haben hier ihren Platz: Zwei Jahre zuvor machte Ilja Schneider seinem Partner einen Hochzeitsantrag – auf der Bühne, vor vollem Saal, mitten im Turnier, mit Magnus Carlsen als erstem Gratulanten. Das grenke Schachfestival - das Chess Festival of Love - steht für genau solche Momente. 


Schach erleben – für Spieler und Zuschauer

Zuschauer sind beim grenke Schachfestival auch ohne Eintrittsticket herzlich willkommen. Sie erleben Spitzenschach aus nächster Nähe, verfolgen Partien, treffen bekannte Namen der Szene und spüren die besondere Atmosphäre eines riesigen offenen Turniers. 


Blick auf 2026: große Zahlen, offene Frage

Vom 2. bis 6. April 2026 wird Karlsruhe erneut zum Zentrum der Schachwelt. Bereits jetzt sind rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet – mehr als zwei Monate vor dem ersten Zug.

Nach den Rekordzahlen des Vorjahres stellt sich eine spannende Frage:
Wird das grenke Schachfestival 2026 seinen eigenen Rekord von über 3.000 Teilnehmern aus dem Vorjahr brechen? 


Anmeldung freigeschaltet, Content Creator willkommen

Die Anmeldung zum grenke Schachfestival 2026 ist ab sofort möglich. Über die Anmeldeseite können sich Spielerinnen und Spieler für das grenke Chess Open oder das grenke Freestyle Chess Open registrieren. Dabei können sie optional angeben, ob sie Informationen zu günstigen Übernachtungsmöglichkeiten sowie zum begleitenden Rahmenprogramm der Chess Tigers erhalten möchten.

Auch YouTuber und Streamer sind beim grenke Schachfestival herzlich willkommen. Für sie steht eine kompakte Streamer-Info zum Download bereit, die alle wichtigen Hinweise zu Akkreditierung, Streaming und den organisatorischen Rahmenbedingungen vor Ort enthält.

Wir freuen uns auf fünf Tage Schach auf höchstem Niveau, auf bekannte Gesichter und neue Begegnungen – und auf ein Festival, das gemeinsam weiterwächst. Willkommen beim grenke Schachfestival 2026! 

Normengewinner



Folgende Titelnormen wurden beim grenke Chess Open 2025 erzielt:

GM-Norm:
Costa, Leonardo (GER)
Aswath, S (IND)

IM-Norm:
Nothnagel, Marian Can (GER)
Postlmayer, Jakob (AUT)
Garner, Isaac (GER)
von Mettenheim, Johannes (GER)
Mohamed Anees M (IND)
Roubalik, Jakub (CZE)
Vardanyan, Aras (LTU)
Hrebenshchykova, Yelyzaveta (UKR)
Hartge, Gedeon (GER)
Biastoch, Bennet (GER)

WGM-Norm:
Agrest, Inna (SWE)
Nurgaliyeva, Zarina (KAZ)

WIM-Norm:
Paragua, Megan Althea (USA)

Herzlichen Glückwunsch an alle Normengewinner! 

Historisch! Magnus Carlsen krönt sich zum King of Freestyle Chess



Historisch! Episch! Die Superlative für Magnus Carlsens Leistung kennen keine Grenzen. Mit neun Siegen aus neun Partien erzielte er eine noch nie dagewesene Turnierleistung – und krönte sich zum unangefochtenen König des Freestyle-Schachs.

Auftakt des Finaltags mit prominenter Auslosung

Der Finaltag des grenke Schachfestivals begann mit der Auslosung durch Jan Henric Buettner, Geschäftsführer der Freestyle Chess Operations GmbH. Turnierdirektor Sven Noppes würdigte ihn später bei der Siegerehrung als den „Möglichmacher“ – denn Buettner war, gemeinsam mit dem zweiten Hauptsponsor grenke AG, maßgeblich für die Finanzierung des diesjährigen Turniers verantwortlich.

Buettner und seine Frau Holly zogen schließlich die Startaufstellung, mit der die Spieler des Freestyle Chess ihre Partien begannen.

 

Carlsen brilliert weiter – Mamedov chancenlos

In seiner Partie gegen Rauf Mamedov nahm sich Magnus Carlsen für die ersten beiden Züge rund zwanzig Minuten Zeit – und stand nach dem dritten laut Kommentator Peter Leko bereits klar besser. Auch diese Partie gewann Carlsen souverän und blieb somit nach acht Runden weiterhin verlustpunktfrei. Zwischen den Partien wurde er regelrecht von Autogrammjägern belagert: Wo auch immer er auftauchte, bildete sich eine Menschenmenge um ihn, als wäre er ein Rockstar.

 

Zwischenfall in der Gartenhalle

Ein Schreckmoment ereignete sich in der Gartenhalle: Eine Teilnehmerin erlitt einen epileptischen Anfall, woraufhin die Partien für einige Minuten unterbrochen wurden. Glücklicherweise gaben die herbeigerufenen Sanitäter Entwarnung. Sie gegen davon aus, dass die betroffene Spielerin voraussichtlich nach ein bis zwei Tagen das Krankenhaus wieder verlassen könne.

Svane vergibt Vorteil gegen Nepomniachtchi

Rasmus Svane verpasste in seiner Partie gegen Ian Nepomniachtchi eine große Chance. Nachdem er im 20. Zug den brillanten Zug ...Txf3 fand (auf 21. Kxf3?? folgt eine Springergabel), verspielte er seinen Vorteil im 39. Zug mit dem Fehler ...e5??.

 

 

Das große Finale: Carlsen vs. Keymer

Da Vincent Keymer seine Partie gegen Andrey Esipenko gewann, kam es in Runde 9 zum großen Finale: Magnus Carlsen gegen Vincent Keymer. Gespielt wurde Stellung Nummer 140 – laut Kommentator Lawrence Trent die „verrückteste“ Startstellung der gesamten neun Runden.

Keymer hielt die Partie lange Zeit offen, doch Carlsen war – so Peter Leko im Livestream – schlicht „eine Maschine“. Keymer geriet in Zeitnot, und ein einziger Fehler (25. ...Sf5??) reichte, um ihn auf die Verliererstraße zu bringen.

 

Rekordzahlen bei den Streams

Die Zuschauerzahlen auf den Streaming-Plattformen schossen während der Partie in die Höhe: Über 25.000 verfolgten den chess24-Livestream auf YouTube, weitere 15.000 auf Twitch. Auch ChessBase India verzeichnete über 3.000 Zuschauer. Die Resonanz in den sozialen Medien war durchweg positiv.

Mit 9 Punkten aus 9 Partien hat Magnus Carlsen Schachgeschichte geschrieben – seine Leistung übertrifft sogar jene von Bobby Fischer bei der US-Meisterschaft 1963/64, als dieser alle 11 Partien gewann – allerdings gegen schwächere Gegner.

Ein historischer Moment: Vincent Keymer gibt auf – Carlsen vollendet seinen makellosen 9/9-Lauf.

Carlsen im Interview: "Es ist einfach unglaublich"

Im Interview mit Fiona Steil-Antoni zeigte sich Carlsen selbst überwältigt: „Es fühlt sich fantastisch an. Ich habe so etwas noch nie zuvor geschafft – und werde es wahrscheinlich auch nie wieder schaffen. Es ist einfach unglaublich.“



GM-Normen und Sieger des A-Opens

Das A-Open im klassischen Schach gewann der Inder Aswath S., der sich mit seinem Ergebnis eine GM-Norm erspielte – ebenso wie Leonardo Costa. Insgesamt wurden im Rahmen des Turniers fünfzehn Titelnormen erzielt.

Feierliche Siegerehrung und Ausblick

Zum Abschluss fand die feierliche Siegerehrung statt. Turnierdirektor Sven Noppes dankte zunächst den Sponsoren grenke und Freestyle, den Medien, dem Schiedsrichterteam, dem Schachzentrum Baden-Baden, der Stadt Karlsruhe und allen helfenden Händen. Bis alle Sieger, Ratingpreisgewinner und Mannschaftssieger geehrt und fotografiert waren, vergingen eineinhalb Stunden – schließlich fanden erstmals in der Geschichte des grenke Chess gleich sechs Wettbewerbe statt.

Christian Bossert (1. Vorsitzender Schachzentrum Baden-Baden), Magnus Carlsen, Jan Henric Buettner, Sven Noppes (Turnierdirektor)


Dank an alle Beteiligten – und Hoffnung auf ein Wiedersehen

Auch Jan Henric Buettner richtete abschließend einige Worte an das Publikum und bedankte sich besonders bei den Topspielern für ihre herausragenden Leistungen. Ob das Turnier im nächsten Jahr fortgesetzt wird, ist noch nicht final entschieden – die Zeichen stehen jedoch gut. Die außergewöhnliche Atmosphäre des Events hat alle Beteiligten begeistert. Es herrschten Respekt, Freundlichkeit und ein starkes Gemeinschaftsgefühl – ganz im Sinne einer geteilten Leidenschaft für das königliche Spiel.

Das Experiment, klassisches Schach und Freestyle zu vereinen und als gemeinsames Event für Breiten- und Spitzenschach zu etablieren, ist eindrucksvoll geglückt.

Vielen Dank an alle – und hoffentlich bis zum nächsten Jahr!

 

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